Geschichtliche Materialsammlung

- Chronologische Zeittafel -


1971

Starke Regenfälle und die Schneeschmelze setzten am 24. Januar 1971 ein. Die Straßen waren überflutet.

Auf Grund eines Schnellbriefes des Bayerischen Innenministeriums zur Gemeindezusammenlegung erfolgte nach Anhörung der Bürger und Beratung des Gemeinderats von Diemantstein, jeweils ein fast hundertprozentiges Votum für Selbstständigkeit der Gemeinde.

1971
Zum Schuljahrsbeginn 1971/72 im September 1971 bleibt die Außenstelle Diemantstein der Volksschule Bissingen mit einer Klasse und dem Schülerjahrgängen 1 - 3 noch erhalten. Die Schülerjahrgänge 4 - 9 besuchen in Bissingen den Unterricht.

Bei der Bildung der neuen Landkreise im Zuge der Gebietsreform sollen nach Vorstellung des Kabinetts die Gemeinden Diemantstein, Warnhofen, Fronhofen und Thalheim zum Kreis Nördlingen-Donauwörth kommen.
Diese Gemeinden tendieren jedoch nicht nur im Bereich des Schulverbandes stark nach Bissingen, das beim Kreis Dillingen bleibt. Ein zweites Anhörungsverfahren soll in den Gemeinden Klarheit schaffen.

Bei einer Aussprache der Bürgermeister des Kesseltals am 12. Oktober 1971 in Bissingen über die Vorstellungen des Kabinetts zur Gebietsreform erklärte Bürgermeister Leonhard Finsterer: „Diemantstein will bei Dillingen bleiben und schließt sich Bissingen an, wenn der Markt bei Dillingen bleibt.“

Im Rahmen einer Bürgerversammlung in Diemantstein haben sich bei einer Gegenstimme 29 Bürger für den Kreis Dillingen und den Anschluss an Bissingen ausgesprochen.
Der Gemeinderat Diemantstein befürwortete den Anschluss an Bissingen mit 7 : 0 Stimmen. Der Antrag auf Eingliederung nach Bissingen zum 1. Januar 1972 wurde gestellt.

Mit großer Mehrheit stimmten die Einwohner der Kesseltalgemeinden Diemantstein, Fronhofen, Thalheim und Warnhofen am 28. November 1971 beim zweiten Anhörungsverfahren für die Eingliederung nach Bissingen vom 1. Januar 1972 an. Die Gemeinderäte dieser Orte hatten sich schon für den Anschluss entschieden.

Das Abstimmungsergebnis in Diemantstein:

Einwohner

Wahlberechtigt

abgegeb. Stimmen

ja - für Beschluss

nein - gegen Beschluss

ungültig

249

182

114

105

8

1

Die Bayerische Staatsregierung hat ein neues Konzept zur Gebietsreform erarbeitet. Danach wahrt das Kesseltal seine Einheit; alle bisher zum Landkreis Dillingen gehörenden Gemeinden des Kesseltals bleiben bei Dillingen
Eine Rolle spielen in diesem Zusammenhang auch die Schulplanung und die künftige kommunale Neugliederung.


1972

Antragsgemäß wird mit Wirkung vom 1. Januar 1972 die Gemeinde Diemantstein in den Markt Bissingen eingegliedert.

Beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ erhielt Diemantstein den dritten Preis.

Mit Beginn des Schuljahrs 1972/73 wird die Außenstelle Diemantstein, der Volksschule Bissingen aufgelöst. Alle Schülerjahrgänge besuchen nun die Volksschule Bissingen.

Umfangreiche Debatten ergaben sich bei einer Marktgemeinderatssitzung in Bissingen wegen der beanstandeten mangelhaften Wirtschaftsführung für die Wasserversorgung des Ortsteils Diemantstein.

Der Ortssprecher von Diemantstein, Anton Bschorr, ist aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Bei einer Bürgerversammlung im Ortsteil Diemantstein am 13. Juli 1973 erhielt bei der schriftlich durchgeführten Wahl Rudolf Linder die erforderliche Mehrheit als Neuer Ortssprecher.

Ein Kinderspielplatz im Schulhof wird errichtet.

1973

Der kommunalen Neugliederung folgt die postalische. Der gesamte Posteingangs- und Zustelldienst wird ab 1. November 1973 beim Postamt Bissingen zentralisiert. Alle Postsendungen für den Bereich der Poststelle Diemantstein werden ab 1. November 1973 nicht mehr über das Postamt Nördlingen, sondern über das Postamt Donauwörth zugeführt. Die bisherige Postleitzahl 8861 ändert sich in 8851.


1974

Die Kirche Diemantstein erhielt eine umfangreiche Außenrenovierung.

In der ehemaligen Schule in Diemantstein hat sich eine Wittislinger Firma eingemietet. Es werden Kunstlederprodukte aller Art, von der Handtasche bis zum Schlüsseletui, hergestellt.
Bürgermeister Anton Schmid von Bissingen freute sich, dass das Gebäude nun wieder genutzt wird und dass für 14 Frauen Arbeitsplätze geschafft werden konnten.

Im Ortsteil Diemantstein wurde im Jahr 1974 das Baugebiet „Hasenberg“ mit einem Gesamtaufwand von 164.500 DM erschlossen.

Der öffentliche Feldweg Fl. Nr. 227 im Markt Bissingen, Gemarkung Diemantstein, wird mit Wirkung vom 1. Juli 1974 zur Ortsverbindungsstraße aufgestuft und wird Bestandteil der Ortsverbindungsstraße Diemantstein-Leiheim.


1975

Vom 18. - 20. Juli 1975 feierte der Krieger- Soldatenverein Diemantstein Warnhofen sein hundertstes Gründungsfest.

Bei der Bürgerversammlung in Bissingen teilte Bürgermeister Anton Schmid mit, dass die Kosten für das Baugebiet Hasenberg in Diemantstein 211.346 DM betragen.

Die Marktgemeinde Bissingen plant die Kanalisation des Baugebiets „Am Hasenberg“ im Trennverfahren durchzuführen.


1976

Der Kunstleder-Fertigungsbetrieb, der die ehemalige Schule gemietet hatte, musste vor längerer Zeit seine Arbeit einstellen. Nun berieten die Bissinger Ratsherren in der Sitzung vom 30. November über die weitere Verwendung der Schulräume.
In Diemantstein und Warnhofen ruht zur Zeit der Schießbetrieb der Schützen, da kein geeigneter Raum zur Ausübung dieses Sports vorhanden ist. Beiden Vereinen soll nun geholfen werden. Die Vereine sollen sich zusammenschließen, sie könnten dann die Schule in eigener Regie einrichten. Man will bald eine Sitzung mit den Schützen herbeiführen. Die Räume der Schule müssen aber auch weiterhin für die Öffentlichkeit offen gehalten werden.

Unter Leitung von Bürgermeister Anton Schmid schlossen sich die beiden Schützenvereine Diemantstein und Warnhofen bei der Gründungsversammlung zum „Schützenverein Edelweiß Diemantstein-Warnhofen“ zusammen. Sie bekommen auch ein neues Schützenheim, die ehemalige Schule in Diemantstein.

In der Marktgemeinderatssitzung am 18. Januar 1977 erfolgte der Beschluss, für die Innenrenovierung der Pfarrkirche Diemantstein grundsätzlich einen Zuschuss zu gewähren. Die Höhe des Zuschusses kann erst nach Vorliegen eines detaillierten Finanzierungsplans festgelegt werden.


1977

Das neue Heim des „Schützenvereins Edelweiß Diemantstein-Warnhofen“ in der ehemaligen Schule wurde am 12. und 13. Februar feierlich eingeweiht.

In der Marktgemeinderatssitzung am 15. Februar 1977 wurde ein Zuschuss von 10.000 DM für die Innenrenovierung der Pfarrkirche Diemantstein genehmigt.


1978

Der Turm der Kirche hat einen frischen Anstrich bekommen Nach mehr als einjähriger Renovierung des Kircheninneren fand abschließend ein Festgottesdienst statt. Pfarrer Erwin Bier erläuterte, dass die Erneuerung 174.000 DM gekostet habe. Heizung und Alarmanlage sind eingebaut, die Mauern entfeuchtet, die Innenwände gestrichen, Chorgemälde und Heiligenfiguren restauriert. Mehr als 2800 Stunden wurden von Diemantsteiner Einwohnern in Eigenleistung erbracht. Zur Zeit sind nur noch 5000 DM der Gesamtkosten nicht beglichen. „Da werden wir noch einmal sammeln. Vielleicht bleibt so viel übrig, dass zwei Glocken noch elektrifiziert werden können,“ hofft der Pfarrer.


1979

Die Siedlungsstraße im Baugebiet „Hasenberg“ wird auf Wunsch der Anlieger ausgebaut. Die Kosten betragen rund 300.000 DM. Die Bauarbeiten wurden an die Firma Steinwerke Max Rieder, Bissingen, vergeben.

Pfarrer Erwin Bier, der im Pfarrhof Fronhofen wohnt und die Pfarreien Diemantstein und Fronhofen seelsorgerisch betreut, feierte sein 40. Priesterjubiläum. Aus diesem Grund fand in der Pfarrkirche Diemantstein- abends eine feierliche Dankmesse in Konzelebration statt.


1980

Die Pfarreien Bissingen, Diemantstein, Fronhofen, Mönchsdeggingen, Oberliezheim und Stillnau schlossen sich zum Pfarrverband Bissingen zusammen. Vorsitzender wurde Pfarrer Hermann Neuß, Bissingen, Laienvorsitzenver Xaver Hurler, Fronhofen.

Am 16. November 1980 übergab die Raiffeisenbank Unterringingen mit einem „Tag der offenen Tür“ die neue Zweigstelle Diemantstein der Öffentlichkeit.

Bebauungsplan Bissingen-Diemantstein „Hasenberg“.
Am 27. Mai 1980 hat der Marktgemeinderat die Bebauungsplanänderung Bissingen-Diemantstein „Hasenberg“ beschlossen.

  1. Für das Gebiet Diemantstein-Hasenberg wird der Bebauungsplan im Sinne des § 30 BBauG (=Bundes Baugesetz) erweitert. Neben dem bisherigen Wohngebiet umfasst der Bereich des Bebauungsplans zusätzlich die Grundstücke Flur Nr. 61T, 194, 198, 200T.
    Das Gebiet soll als allgemeines Wohngebiet mit Einfamilienhäusern genutzt werden.
  2. Der Bebauungsplan wird erweitert, bevor der geänderte Flächennutzungsplan aus dem Jahr 1969 aufgestellt ist, weil eine geordnete städtebauliche Entwicklung dies erfordert. Die Erweiterung ist im Flächennutzungsplanvorentwurf dargestellt.
  3. Mit der Ausarbeitung des Planentwurfs wird Professor Bernd Grosse, Architekt im Augsburg, beauftragt.