Geschichtliche Materialsammlung

- Chronologische Zeittafel -


1981

Der Weihbischof Dr. Rudolf Schmid kam am 10. und 11. Dezember 1981 zur Visitation der Pfarreien Fronhofen und Diemantstein. Er wurde am 10 Dezember um 9 Uhr vor dem Pfarrhof in Fronhofen empfangen. Es fand eine Besprechung mit den Kirchenveraltungen und Pfarrgemeinderäten von Diemantstein und Fronhofen statt.
Seinen Höhepunkt fand der Besuch mit dem Pontifikalgottesdienst abends in der Pfarrkirche Diemantstein. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Xaver Rieder (Warnhofen) hieß in der vollbesetzten Kirche den Weihbischof herzlich willkommen. Der Kirchenchor Diemantstein umrahmte die Feier musikalisch.
Anschließend an den Gottesdienst war im Schützenheim Pfarrabend. Der Kirchenchor brachte musikalische Beiträge, Kirchpfleger und Vereinsvorstände berichteten über ihre Gemeinschaften. Es war auch die Rede von einem 89-jährigen Diemantsteiner, der sich nicht erinnern könne, im Dorf schon einen Bischofsbesuch erlebt zu haben. In seinem Schlusswort stellte der Weihbischof fest, es habe sich hier gezeigt, dass die Kirche nicht nur äußerlich im Dorf stehe, sondern auch im Bewusstsein der Menschen verankert sein.
Mit einer Pontifikalmesse am 11. Dezember morgens in der Kirche Fronhofen klang die Visitation aus.

Die Bundespost beabsichtigt, die Poststelle in Diemantstein aufzuheben.


1982

Der Katholische Burschenverein der Pfarreien Diemantstein-Warnhofen feierte sein 60-jähriges Bestehen am 3./4. Juli 1982 in Diemantstein in der festlich geschmückten Maschinenhalle des Verstands Christof Zeller.

Im Ortsteil Diemantstein wurde ein an Tollwut erkrankter Fuchs erlegt. Diemantstein ist nun zum tollwutgefährdeten Bezirk, Bissingen mit allen Ortsteilen zum wildtollwutgefährdeten Bezirk erklärt.

Äpfel der beliebtesten kanadischen Sorte, der „McIntosh“, wachsen nun auch in Diemantstein. Alfred Sing hat Edelreiser dieser Sorte von seinem nach Kanada-Britisch-Kolumbien ausgewanderten Bruder erhalten und sie auf die Sorte Jakob Fischer aufgepfropft. Die Reiser sind gut gediehen, er hat schon eine kleine Ernte von „Kanadiern“

In der Marktgemeinderatssitzung am 26. Januar gewährte Bissingen für die Errichtung einer Stützmauer bei der Pfarrkirche Diemantstein einen Zuschuss von 3.000.-- DM.

In der Marktgemeinderatssitzung am 5. Oktober beschlossen die Räte, die ehemalige Postdienststelle im alten Schulgebäude in Diemantstein der Sanitätskolonne Kesseltal als Vereinsheim zu überlassen.

In der Marktgemeinderatssitzung am 26. Januar gewährte Bissingen für die Errichtung einer Stützmauer bei der Pfarrkirche Diemantstein einen Zuschuss von 3.000.-- DM.

In der Marktgemeinderatssitzung am 5. Oktober beschlossen die Räte, die ehemalige Postdienststelle im alten Schulgebäude in Diemantstein der Sanitätskolonne Kesseltal als Vereinsheim zu überlassen.


1983

Der Marktgemeinderat hat in seiner Sitzung im Dezember 1982 beschlossen, vorbehaltlich einer Zuschussgewährung die Gemeindestraße vom Friedhof in Diemantstein zur Staatsstraße 2212 mit einem Deckenbelag zu versehen.

Die Sanitätskolonne Kesseltal richtete im Raum der ehemalige Postdienststelle Diemantstein im aufgelassenen Schulgebäude einen Rot-Kreuz-Gruppenraum mit Kolonnenheim ein.
Der Raum wurde nach Beendigung der Umbaumaßnahmen am 28. und 29. Mai 1983 bei einem „Tag der offnen Tür“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Pfarrer Erwin Bier, der bisher die Pfarreien Diemantstein und Fronhofen betreute, geht ab Oktober in den Ruhestand. Obwohl er weiterhin in Fronhofen bleibt und einen Teil der Gottesdienste zelebrieren wird, muss nun die Sakramentenspendung (Taufe, Hochzeit, Beerdigung) und der umfangreiche Schriftverkehr vom Pfarramt Bissingen übernommen werden.


1984

In Gottesdiensten in Diemantstein und Fronhofen am 26. Februar 1984 verabschiedeten sich die Katholiken von Pfarrer Erwin Bier, der vom 1. August 1960 bis zum 30. September 1983 im oberen Kesseltal wirkte. Seit 1. Oktober 1983 ist er im Ruhestand, versorgt aber noch seine alte Pfarrstelle. Nun zieht Pfarrer Bier ins Allgäu.
In den Gottesdiensten dankte der Seelsorger den Pfarrgemeinderäten, Kirchverwaltungen, Mesnern, Ministranten, Vorbetern und Kirchchören für die gute Zusammenarbeit.
Im Schützenheim in Diemantstein trafen sich anschließend die Verantwortlichen und Helfer beider Pfarreien mit Ehrengästen zum Abschiedsessen. Dank wurde neben Pfarrer Bier auch ausgesprochen der Pfarrköchin Lena Frei für ihren großen Einsatz in Kirche und Pfarrhaus.

Nach einem Beschluss des Marktgemeinderats Bissingen vom 27. März übernimmt die Marktgemeinde Bissingen die Hälfte der Kosten bei der Renovierung des Kriegerdenkmals in Diemantstein.


1985

Der Krieger- und Soldatenverein Diemantstein-Warnhofen beging vom 21. bis 24. Juni 1985 das 110-jährige Bestehen des Vereins.
Aus der Hand von Landrat Dr. Anton Dietrich erhielt den Landkreiskrug der Vorsitzende Klaus Jenuwein als Anerkennung für seine Leistungen und der ehemalige Pfarrer Erwin Bier, der aus dem Allgäu zum Fest gekommen war.
Der 94 Jahre alte Melchior Häfele erhielt als erster des Vereins das BKV-Kreuz in Silber (BKV = Bayerischer Kameradenverein). Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt Xaver Rieder und Josef Zeller.
Eine Reihe von Mitgliedern, die den Krieg als Soldaten miterleben mussten, nahmen die Goldenen Ehrenkreuze entgegen.

Ein Heimatabend wurde am 30. November 1985 in Diemantstein im Schützenheim abgehalten. Im Mittelpunkt stand mit Lesungen Therese Römer-Häfele, die in Warnhofen das Licht der Welt erblickt hatte, schon 1917 mit ihren Eltern nach Württemberg wegzog und mit 77 Jahren das erste Buch herausbrachte.
Von Heimatdichter Michael Eberhardt las sein Sohn Reinhard Heiteres und Besinnliches. Eine kleine Ausstellung von Gemälden und Reliefschnitzereien von Eugen Häfele zeigte, dass die Häfeles auch in Malerei  und Schnitzerei veranlagt sind. Der Kirchenchor Diemantstein umrahmte mit passenden Liedern den Abend.


1986

Bei der Wahl des Pfarrgemeinderats Diemantstein am 13. April 1986 wurden 135 Stimmzettel abgegeben. Den Sprung in den Pfarrgemeinderat schafften Franz Zeller, Marlies Heinisch, Albert Schiele (Kömertshof), Adeline Baselt, Erna Konzmann und Walli Reinöhl.

Der Marktgemeinderat Bissingen fasste in seiner Sitzung vom 24. Juli 1986 den Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren zum Bebauungsgebiet „Hasenberg-Nord“. Beiderseitig der Erschließungsstraße sollen nur sechs Parzellen von je rund 100 Quadratmeter entstehen. Als Dachneigung sind 30 bis 35 Grad vorgesehen.


1987

Seit dem 1. Januar 1987 wird Diemantstein vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Bayerischen Riesgruppe mit Wasser versorgt. Zwar bezog Diemantstein bisher sein Wasser schon zu 100 Prozent von der Riesgruppe, doch war Bissingen noch für den Unterhalt des Ortsnetzes und für die Gebühren zuständig.

Die Donau-Zeitung meldet am 2. Oktober 1987, dass bei den Spekulationen über eine Daimler-Benz-Teststrecke auch der Landkreis Dillingen als möglicher Standort für das Millionen-Projekt genannt wird. Von den 21 Standorten, die der Daimler-Benz AG bundesweit angeboten wurden und von dem Unternehmen zur Zeit geprüft werden, sei auch ein Waldgebiet, 600 Hektar groß, angrenzend an den Liezheimer Forst, nördlich des Rennwegs, im Diemantsteiner Forstbezirk des Fürstenhauses Oettingen-Wallerstein.
Domänendirektor Friedrich Salzer von der Fürstlichen Forstverwaltung nannte die Spekulation „völlig neu“. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Fürst Waldbesitz für ein solches Projekt verkaufen würde.

Der Marktgemeinderat hat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet „Diemantstein-Hasenberg-Nord“ beschlossen. Gleichzeitig soll der Flächennutzungsplan für diesen Bereich geringfügig geändert werden.


1988

Hohe Wellen schlägt seit einiger Zeit der Plan, im Steinbruch bei Burgmagerbein zunächst eine Pyrolyseanlage, jetzt abgewandelt und weiterentwickelt eine Müllbrennschwelanlage zu errichten. Zugleich soll südlich von Diemantstein eine Mülldeponie angelegt werden.

Nach einem Bericht der Donau-Zeitung vom 24. September 1988 erteilte Fürst Carl Friedrich von Oettingen-Wallerstein bei einem Empfang auf Schloss Baldern den Überlegungen, im Liezheimer Forst die geplante Daimler-Benz-Teststrecke zu bauen, eine klare Absage. Mit den Worten „Kommt nicht in Frage“ erklärte er, dass er diese Landschaftszerstörung nicht zulassen werde.

Alfred Biberacher, Geschäftsführer des Müll-Zweckverbands, hat nach einem Bericht der Donau-Zeitung vom 13. Oktober 1988 bestätigt, dass es an den Standorten Schaffhausen und Diemantstein-Unterliezheim keine Mülldeponie geben wird. Bei den hydrogeologischen Untersuchungen habe sich ergeben, dass beide Standorte wegen ihres Untergrunds (Karst) nicht in Frage kommen.

Der Marktgemeinderat Bissingen beschloss in seiner Sitzung am 19. April die Erweiterung der Straßenbeleuchtungsanlagen im Baugebiet „Hasenberg“.

Die Wahl der Kirchenverwaltungsmitglieder fand am 6. November 1988 statt. Im Bereich der Pfarrei St. Ottilia Diemantstein wurden gewählt: Christoph Zeller, Diemantstein; Josef Ottner, Diemantstein Josef Knoll, Warnhofen; Nikolaus Jenuwein, Warnhofen.


1989

Das Dillinger Geschirrspüler-Werk der Bosch-Siemens Haushaltsgeräte GmbH verschenkte im Januar 1989 ein Löschfahrzeug, das den Anforderungen im Werk nicht mehr entspricht, an die Freiwillige Feuerwehr Bissingen. Das Fahrzeug, ein SLF8 (= schweres Lösch-Fahrzeug) Baujahr 1965, soll im Ortsteil Diemantstein stationiert werden.

In Diemantstein kam das Gebäude Nr. 13 östlich der Schule (jetzt Schützenheim), das früher als Wohnung der Lehrer und Polizeibeamten der Station Diemantstein der Landpolizei gedient hatte, zu Abbruch. (Juni 1989).

Bei der Sitzung des Marktgemeinderats Bissingen am 23. Oktober 1989 in Unterringingen beschäftigten sich die Räte auch mit dem Finanzierungsbeschluss für das Feuerwehrgerätehaus Diemantstein. Insgesamt sollen die Baukosten bei 95 Quadratmetern Nutzfläche 282.000 DM betragen; die zuschussfähige Summe ist mit 253.000 DM veranschlagt. Bürgermeister Anton Schmid rechnet mit voraussichtlich 60 Prozent Zuschüssen. Es verbleiben also 125.000 DM Eigenmittel abzüglich der Eigenleistungen.

Eine seltene Veranstaltung fand am 12. November 1989 im Schützenheim Diemantstein statt. Es traf sich ein Singkreis, der sich zwanglos aus Leuten gebildet hatte, die gerne in Wirtshäusern altes Liedgut pflegen. Diese Singgemeinschaft hatte sich vor rund zehn Jahren gebildet, als in Forheim das Dorfwirtshaus geschlossen wurden. Man vereinbarte kurzerhand Zusammenkünfte in etwa sieben verschiedenen Orten der näheren und weiteren Umgebung, so in Forheim, Schweindorf, Kösingen, Aufhausen, Hürnheim und Oberringingen. Xaver Reiter aus Oberringingen sammelte Liedtexte, die alle älter als 60 Jahre sind und gab eine Textsammlung heraus.
Zwischen die bekannten Volkslieder und Raritäten ländlichen Gesangs, die im Saal erklangen, setzten die lechsender Sängerinnen musikalische Akzente mit schwäbischen Weisen. Für Dagmar Held vom Münchener Institut für Volkskunde und Heimatpflege gestaltete sich der Abend als Fundgrube zur Liedsammlung.

Die Bürgerinitiative Diemantstein möchte einen Spielplatz anlegen.


1990

Das Raumordnungsverfahren der Regierung von Schwaben über Standorte der Müllverbrennungsanlage ist abgeschlossen. Nach Zeitungsberichten vom 11. April und 19. April 1990 ist der Standort Lauingen für die Errichtung einer thermischen Müllverbrennungsanlage geeignet, nicht aber die übrigen überprüften Standorte Binsberg, Burgmagerbein, Nöderhof, Tiefes Tal und Unterliezheim-Diemantstein.

Am 20. Mai 1990 wählte die Pfarrei Diemantstein den neuen Pfarrgemeinderat. Gewählt wurden: Zeller Franz, Heinisch Marlies, Emer M., Schiele A., Baselt A., Konzmann E.. Als Vorstandschaft bestimmte man in der konstituierenden Sitzung: 1. Vorsitzender: Zeller Franz, Stellvertreter: Heinisch Marlies, Schriftführer: Heinisch Marlies

Wie die Donau-Zeitung am 1. Juni 1990 berichtete, fördert die bayerische Regierung zur Förderung kommunaler Hochbaumaßnahmen unter anderem auch den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Diemantstein mit einem Zuschuss von 50.000 DM.

Die BRK (= Bayerisches Rotes Kreuz) - Sanitätskolonne Kesseltal hatte am 16. Juni 1990 einen bedeutsamen Markstein in ihrer Entwicklung. Der neu geschaffene „Hintergrunddienst“ nahm offiziell die Arbeit auf. Dies ist eine neunköpfige Gruppe, die sich künftig bei schweren Unfällen um die Erstversorgung kümmert, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.
Pfarren Hans Mair segnete ein Fahrzeug des Sanitätszuges Bayern, das die Kolonne in Eigenarbeit für den Einsatz im Hintergrunddienst umgerüstet hat.
Bürgermeister Michael Holzinger nannte als besonders aktuelles Anliegen den Bau von drei Garagen neben dem Kolonnenheim in Diemantstein.

Ein Punkt auf der Tagesordnung des Marktgemeinderats Bissingen am 19. Juni 1990 betraf den Bebauungsplan „Hasenberg Nord“. Das Wasserwirtschaftsamt hat lediglich neun Grundstücken zugestimmt, da die Größe des Klärwerks für nicht mehr als 100 Einwohner geplant worden sei

Der große Kirchturm in Diemantstein ist im Juli-August eingerüstet und wird renoviert. Im Pfarrbrief des Pfarrverbands vom Sommer 1990 werden Spenden erbeten.

Der Marktgemeinderat Bissingen beschloss in seiner Sitzung am 17. Juli 1990, für die Renovierung der Kirche St. Ottilia in Diemantstein einen Zuschuss von 2.500 DM zu geben.

Die Donau-Zeitung vom 27. September berichtet, dass der Kultur und Sportausschuss des Landkreises Dillingen als denkmalpflegerische Maßnahme einen Zuschuss von 2.500,-- DM an die Kath. Kirchenstiftung Diemantstein für Renovierung des Kirchturms und des Westgiebels des Pfarrhofs vergeben hat. Voraussetzung ist allerdings, dass die Gemeinde mindestens den gleichen Betrag gibt.

Am 20. Juli 1990 wurden in Bissingen offiziell verabschiedet die nach der Kommunalwahl vom 18. März 1990 ausgeschiedenen Gemeinderate und Ortssprecher. Von Diemantstein scheidet aus Karl Heider, der von 1978 bis zum 30. April 1990 als Marktgemeinderat wirkte.

In der Marktgemeinderatssitzung am 9. Oktober 1990 diskutierte man das Vorhaben, an das alte Schulhaus in dem Schützen und die Sanitätskolonne ihr Heim haben, das Gerätehaus für die Feuerwehr und Garagen für das Rote Kreuz anzubauen.