Geschichtliche Materialsammlung

- Chronologische Zeittafel -


1991

Iim Schützenheim stellte am 13. Januar 1991 Dagmar Held, eine Mitarbeiterin des Bayer. Landesvereins für Heimatpflege in München, das „Liederbuch aus dem Kesseltal“ der Öffentlichkeit vor. Eingebunden in die Schriftenreihe des Landesvereins „Lied, Musik und Tanz in Bayern“ enthält das Buch regionales Liedgut, Schleifer, Balladen, Tanz- und Wirtshauslieder. Illustre Gäste waren Volksmusikreferent Dr. Erich Sepp, Landrätin Angela Rieder, Bürgermeister Michael Holzinger und VHS (= Volkshochschule) Zweigstellenleiterin Josefa Schmid. Gesungen und musiziert wurde während des Abends auch vom Doppelquartett der Chorgemeinschaft Bissingen unter Leitung von Wendelin Kiechle und die „Wallenstein Spielleut“.

n der Marktgemeinderatssitzung am 22. Januar 1991 erteilte der Rat das Einverständnis zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses und der Rot-Kreuz-Garagen in Diemantstein.

In der Marktgemeinderatssitzung am 16. Juli bewilligten die Räte zur Renovierung der Kirche in Diemantstein, die teuerer ausfällt als erst erwartet, einen erneuten Zuschuss von 1.500 DM.
Der Kirchturm von Diemantstein erhält eine neue Uhr. Da die alte Uhr ihren Geist endgültig aufgeben hat, beschloss der Rat, eine vollelektronische Anlage zum Preis von 15.000 DM bei anzuschaffen.

Am Sonntag wurdeder Spielplatz „Am Hasenberg“ eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung als Spielplatz übergeben.

Im November wurden als Ortsbäuerin und Stellvertreterin gewählt: Marianne Zeller und Resi Bschorr.

In seiner Sitzung am 3. Dezember beschloss der Marktgemeinderat, die neue Friedhofsanlage in Diemantstein im Frühjahr oder Herbst 1992 in Angriff zu nehmen. Die Anlage, ist auf rund 3000 Quadratmeter und 100 Gräber ausgelegt.


1992

Entsprechend dem Marktgemeinderatsbeschluss vom 8. Januar beabsichtigt die Marktgemeinde Bissingen, im Gemeindeteil Diemantstein auf dem Grundstück F.Nr. 14 der Gemarkung Diemantstein einen Friedhof anzulegen.

In der Sitzung des Marktgemeinderats am 14. Juli 1992 beschlossen die Räte die Fusion der Freiw. Feuerwehren Diemantstein-Warnhofen. Dadurch soll die Einsatzbereitschaft gestärkt werden, da ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus in Diemantstein entsteht.

Fast 100 Sportler stellten sich Mitte August 1992 zur Gürtelprüfung in der Dillinger Teakwondo- und Allkampfschule Magosch in Dillingen. Ältester Prüfling (über 80 Jahre) war Frau Eva Finger aus Diemantstein; sie konnte den „Gelben Gürtel“ entgegennehmen.

Ab 26. August ist der Grünabfallsammelplatz im Gemeindeteil Diemantstein (hinter dem Friedhof) geschlossen. Die Ablieferung von Grünabfällen, Baumschnitt, Graus usw. ist nur am neuen Grünabfallsammelplatz beim Recyclinghof Thalheim möglich.

Mehrfachen Grund zum Feiern gibt es am 5./6. September 1992 im Kesseltal: Die Marktgemeinde Bissingen, Freiwillige Feuerwehr Diemantstein/Warnhofen und Sanitätskolonne Kesseltal weihen das neue Feuerwehrgerätehaus und die Garagen für die Sanitätskolonne Kesseltal Diemantstein ein. Damit verbunden ist die Segnung der restaurierten Feuerwehr-Vereinsfahne und die Übergabe dies Löschfahrzeugs.


1993

In der Marktgemeinderatssitzung am 15. Juni 1993 verabschiedete man den Haushalt 1993. Für den neuen Friedhof in Diemantstein sieht die Restfinanzierung 1993 bei Gesamtkosten von 310.000 DM nochmals 170.000 DM vor.

In der Marktgemeinderatssitzung am 9. November 1993 wurden veränderte Gebühren für den neuen Friedhof, der demnächst eingeweiht wird, beschlossen. Der neue Gottesacker in Diemantstein hat Raum für 128 Gräber. Nach der Einweihung werden dort Bestattungen vorgenommen. Auf dem alten Friedhof werden bis 31.12.1999 nur noch solche Beisetzungen geduldet, wenn der Ehegatte bereits dort begraben ist. Ein Einzelgrab kostet 400 DM, ein Familiengrab 600 DM.

Der neue Friedhof in Diemantstein erhielt am 21. November 1993 seine Weihe. Nach dem Gottesdienst zogen die Gläubigen und Vereine in Prozession zum Gottesacker. Nach einjähriger Bauzeit ist eine Anlage entstanden, die 119 Doppelgräber zehn Einzelgräber bietet. Alter Baumbestand wurde erhalten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 310.000 DM. Die Anlage ist eine Gemeinschaftsleistung, die beispielhaft wirken kann. Der Architekt Rainer Mauer aus Neusäß spreach von einer „guten Symbiose zwischen Landschaft, Dorf und Friedhof“ Abschließend erteilten die Geistlichen Hans Mair (kath.) und Reinhold Hertle (ev.) die kirchliche Weihe.

Die Taekwondo-Sportler in Dillingen beendeten am 27. November ihr Tournee-Serie zugunsten der „Kartei der Not“ der Donau-Zeitung. Es gab ein kurzweiliges Programm mit vielen Höhepunkten. Neben der Jugend war auch das Alter in Aktion. Mit 82 Jahren demonstrierte Eva Finger aus Diemantstein ihre durch Taekwondo erhaltene Beweglichkeit.


1994

In den neuen Pfarrgemeinderat wählte man Marianne Emer, Marlies Heinisch Adeline Baselt, Anne Rieder, Josef Zeller und Erna Konzmann. Als Vorsitzende berief man Marlies Heinisch, als Stellvertreterin Marianne Emer.

Zur Förderung kommunaler Hochbaumaßahmen werden nach dem Finanzausgleichsgesetz in Schwaben heuer 65 Millionen DM bereitgestellt. Stimmkreisabgeordneter Georg Winter teilte im Juni 1994 mit, dass u. a. Diemantstein für den Neubau eines Friedhofs ein Darlehen von 35.000 DM, für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses 36.000 DM erhält.

Im Gemeindeteil Diemantstein werden nun im Juli 1994 die Hausnummern neu geordnet. Durch die Änderung wird das Durcheinander der Nummerierung beseitigt.

Die Orgel in der Pfarrkirche St. Ottilia in Diemantstein muss dringend saniert werden. Um die Finanzierung zu erleichtern, veranstaltete die Pfarrei am 11. September ein Orgelfest mit Basar, Spiel, Speis und Trank, denn von der Diözese gibt es keine Zuschüsse für Orgelsanierungen.

Die Kirchenverwaltungswahl fand am 6. November statt. In die Kirchenverwaltung von St. Ottilia wurden berufen: Ottner Josef, Knoll Josef, Gerstmeier Franz, Zeller Christoph.


1995

Zu einem Biotop für Wasservögel und Kleintiere hat sich die Kessel zwischen Unterringingen und Diemantstein nach ihrem ökologischen Ausbau entwickelt. In einem Artikel in der Donau-Zeitung vom 1. April 1995 werden die Landwirte gebeten, nahe der Kessel auf intensive Düngung, vor allem mit Gülle, zu verzichten.

Von der Kirchenverwaltung Diemantstein wurde als Kirchpfleger gewählt Josef Ottner, Diemantstein.

Das Jugendrotkreuz Kesseltal feierte vom 14. - 16. Juli in Diemantstein das 20-jährige Gründungsfest mit Standortenweihe.
Ein umfangreiches Festprogramm brachte Abwechslung und bot den Gästen viel Unterhaltung.


1996

Zu einem konkreten Erfolg führten die jahrelangen Bemühungen zur Verbesserung des Rettungswesens im Kesseltal. Auf Betreiben des Landrats Dr. Anton Dietrich hat jetzt (Anfang 1996) die Regierung von Schwaben gestattet, dass in Diemantstein ein „Stellplatz“ für einen Rettungswagen errichtet wird. Dadurch soll der Einsatz eines Rettungswagens in vertretbarem zeitlichem Rahmen wenigstens tagsüber sichergestellt werden. Der Stellplatz soll künftig mit einem einsatzbereiten Rettungswagen in der Zeit von 7 bis 19 Uhr bestückt werden. Der Rettungseissatz innerhalb der Anfahrtszeit von 15 Minuten soll so im Kesseltal gewährleistet sein.

Die Donau-Zeitung berichtet am 26. Februar, dass die Arbeitsgemeinschaft der Bayer. Krankenkassenverbände gegen die Entscheidung der Regierung von Schwaben, in Diemantstein einen Stellplatz für einen Rettungswagen einzurichten, Widerspruch eingelegt hat.

Bei der Gemeinderatssitzung am 27. Februar beschäftigte das Thema „Rettungsstation Kesseltal“ die Gemeinderäte. Man war sich einig, im Kampf um diese Einrichtung auf keinen Fall aufzugeben.

Nach einem Bereicht der Donau-Zeitung vom 8. März kann die Errichtung eines Stellplatzes für den Rettungswagen im Kesseltal nun doch in die Tat umgesetzt werden. Die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern hat den Widerspruch zurückgenommen und so den Weg frei gemacht.

Die Rettungswache in Diemantstein wurde nun am 1. April in Betrieb genommen. Von 7 bis 19 Uhr steht jeweils ein Rettungswagen des Bayer. Roten Kreuzes mit geschultem Personal bereit.


1997

Bei der Marktgemeinderatssitzung am 4. Februar 1997 wurde eine Änderung der Bebauungspläne u. a. von Diemantstein (Hasenberg-Nord) beschlossen. Die Errichtung von Gebäuden im Holzbauweise sollte so ermöglicht werden. Alternative Bauweisen, Energiespargründe, Umweltbelange und einnehmende zunehmende Nachfrage waren Gründe für die Änderungsbeschlüsse. Holzblockhäuser sind nicht zugelassen.

Die Marktgemeinde Bissingen erhielt von der Stadt Harburg im März den Zuschlag zur Beschaffung eines gebrauchten Feuerwehrfahrzeugs. Dieses findet als Ersatz Verwendung für das Feuerwehrauto in Diemantstein, das die Einsatzfähigkeit nicht mehr gewährleistete.

Bei der Sitzung am 30. September beschloss der Marktgemeinderat Änderungen der Ordnung für den neuen Friedhof in Diemantstein bezüglich der Grabsteinhöhen und Ansichtsflächen. Auf einer eigens ausgewiesenen Fläche werden künftig Gruftplatten möglich sein.

Der Gemeinderat Bissingen beschloss in seiner Sitzung am 9. Dezember die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in Diemantstein. Der Weg zur Kirche wird eine weitere Lampe erhalten.


1998

Am 8. März 1998 wurden in der Pfarrei Diemantstein folgende Frauen und Männer vom Wahlausschuss in den Pfarrgemeinderat berufen: Bschorr Maria, Emer Marianne, Linder Rudof, Mährle Marianne, Rieder Anna Wiesmüller Ottilie, Zeller Josef.

Der Marktgemeinderatssitzung erteilt am 27. Oktober der Firma Kurt Weiß den Auftrag für die Erdarbeiten zur Gestaltung des Sportplatzes in Diemantstein erteilt.

Nach einem Regensturm am 29. Oktober trat auch die Kessel über ihre Ufer. Am Morgen war die Straße zwischen Diemantstein und Unterringingen überflutet. Große Wiesenflächen an der Kessel standen unter Wasser.

Seit November gibt es in Diemantstein die Metzgerei Finsterer.


1999

Die öffentliche Telefon-Fernsprechzelle („Telefonhäuschen“) in Diemantstein wird im April abgebaut. Das Gebührenaufkommen lässt einen wirtschaftlichen Betrieb der Zelle nicht zu, der Erneuerungsaufwand ist nicht gegeben.

Bei der Sitzung des Marktgemeinderats am Dienstag, den 28. September wurde im Wege einer Kompromisslösung beschlossen, dass im alten gemeindlichen Friedhof in Diemantstein nach dem 31.12.1999 nur noch Bestattungen von Ehegatten möglich sind, deren vorverstorbener Ehepartner dort bereits bestattet ist und die Hinterbliebenen dies auch beantragen.

Für eine mögliche Umfahrung von Diemantstein werden vermessungstechnische Arbeiten durchgeführt.


2000

Aus der Marktgemeinderatssitzung vom 25. Januar 2000:
Dem Ingenieurbüro Höpflinger, Augsburg, wurde der Auftrag für die Vermessungsarbeiten zur Umfahrung des Gemeindeteils Diemantstein erteilt. In diesem Zusammenhang wurde zum Stand der Planungsarbeiten berichtet, dass der Landkreis die Baumaßnahme anfinanziert hat und die gemeindlichen Vorleistungen mit 60 % mitträgt. Im Februar kann mit dem Beginn der Vorplanung beim Straßenbauamt gerechnet werden.

Bei der Bürgerversammlung in Zoltingen am 11. April gab Bgm. Michael Holzinger bekannt, dass die Höhenvermessungen für die Umfahrung von Diemantstein nun abgeschlossen seien.

Vom 26. - 29. Mai 2000 feierte der Krieger- und Soldatenverein Diemantstein-Warnhofen sein 125-jähriges Bestehen mit einem großartigen Programm.

Die Wahl der Kirchenverwaltung ergab für die Amtsperiode 2001/2006 folgende Personen: Bschorr Eugen, Gerstmeier Franz, Ottner Josef, Wiesmüller Ulrich.

Der Marktgemeinderat beschließt den Auftrag zur Planung der Ortsumfahrung Diemantstein an das Ingenieurbüro Kapfer in Dillingen zu erteilen.